League: Finale

Kastanie – Null Null

Kastanie: Tolksdorf (TW), Egbers L., Maar, Hardy, Jeremias, Aengevelt, Winkler (Gaye, Krämer, Huenke, Schulte)

Null Null: Wessner (TW), Baer, Reichert, Jansen, Kroll, Bell, Scherer C. (Scherer H., Rodtheut, Winter, Roosen L., Roosen M., Goergens)

Tore: 1:0 Maar (47.), 2:0 Aengevelt (48.), 3:0 Maar (50.)

Finale der Lohausenliga 2018 I – herrliches Wetter, jede Menge Trubel und somit hervorragende Bedingungen für die derzeit besten Teams der Lohausenliga. Für das Finale traten die Mannschaften nahezu in Bestbesetzung an. Alles was Rang und Namen hatte wurde in den Nordpark bestellt. Schmerzlich vermisst wurde auf Seiten von Null Null allerdings ihr gefährlichster Torjäger, Fabian Graß, der verletzungsbedingt passen musste. In der ersten Halbzeit fiel das jedoch nicht sonderlich ins Gewicht, da beide Mannschaften sich nahezu egalisierten und kaum Torchancen kreiert werden konnten. Beide Teams spielten absolut diszipliniert, doch auch immer mit Zug zum Tor. Die kompakten Defensivreihen machten einen prima Job und beide Torhüter waren exzellent aufgelegt. Wenn es durch Kastanie gefährlich wurde, dann meist mit hohen oder langen Bällen auf Mark Aengevelt, der die eine oder andere Kopfballchance gegen meist längere Abwehrspieler hatte. Aengevelt machte eine sehr gute Partie, kämpferisch und läuferisch stark und wurde von Sebastian Jeremias, Kevin Maar und John-Pierre Hardy immer wieder gesucht und gefunden. Auf Seiten von Null Null gefielen in der Offensive besonders Jonas Bell, Chrisi Scherer und Aldo Reichert, der sich immer wieder in die Angriffe einschaltete. Unter dem Strich stellte man gerne fest, dass alle Akteure auf dem Platz sehr gute Fußballer sind. Trotz des festen Geläufs gab es nahezu keine technischen Unzulänglichkeiten. In der ersten Halbzeit kam jedoch kein wirklicher Spielfluss auf, da der letzte Pass bei dem allgemein sehr hohem Tempo nicht gelingen wollte. Taktisch, läuferisch und technisch war das 0:0 der ersten Halbzeit auf absoluten Topniveau. Beim Pausentee stimmten sich beide Teams noch einmal richtig auf die zweite Halbzeit ein. Kastanie beschwor dabei den Teamgeist und vor allem die Ruhe zu bewahren. Null Null wurde von Kapitän Dirk Fischer in der Pause noch mal richtig gut eingestellt, denn die Blau-Weißen hatten zu Beginn der zweiten Halbzeit zwei sehr, sehr gute Torchancen. Die erste hatte Aldo Reichert in der 41. Minute, der aus ca. 15 Metern abzog und mit einem fulminanten Schuss das Lattenkreuz traf. Das Ding wäre unhaltbar gewesen. In der 45. Minute entschärfte dann Dan Tolksdorf einen Kopfball von Chrisi Scherer glänzend. Als taktisches Mittel setzten in der Folgezeit beide Teams mit Aengevelt und Reichert auf lange Einwürfe, die gefährlicher als getretene Flanken oder Eckstöße waren. Der eine oder andere falsche Einwurf musste abgepfiffen werden, denn die Einwerfer legten wirklich alles in diese Standards rein und ließen dabei ein wenig die Bodenhaftung vermissen. So kam es schließlich dazu, dass einer dieser Torpedoeinwürfe von Aengevelt aufs kurze Eck zum 1:0 in der 47. Minute führte. Schiedsrichter Malte Beckmann entschied sofort auf Tor, doch Null Null reklamierte, dass niemand den Ball nach dem Einwerfer berührt habe. Daraufhin befragte das Schiedsrichtergespann die Beteiligten und der vermeintliche Torschütze Kevin Maar versicherte glaubhaft, den Ball berührt zu haben und der Treffer somit regelkonform war. Es gehört zur Lohausenliga, dass die Spieler bei Befragung aufrichtig sind. Die Schiedsrichter müssen den Aussagen vertrauen können, denn es ist nicht immer alles hundertprozentig korrekt zu entscheiden – auch wenn das diesjährige Finale erstmalig von einem Hauptschiedsrichter und zwei Linienrichtern geleitet wurde. Sportlich fair ist zu bewerten, dass die Spieler von Null Null und auch deren Bank, die Entscheidung einfach akzeptierten und keine weiteren Diskussionen führten. Das gehört auch zu einem top Team! Nun ging es allerdings Schlag auf Schlag. Noch bevor sich die Mannen von Dirk Fischer einmal ordentlich schütteln konnten, setzte Mark Aengevelt zum Doppelschlag an und netzte gekonnt in der 48. Minute zum 2:0 ein. Die Schockstarre bei Null Nulls Hintermannschaft war nun offensichtlich und erneut führte ein Standard mit einem langen Einwurf von Mark Aengevelt auf Kevin Maar in der 50. Minute zum 3:0. Einige Minuten unaufmerksam und aus der Traum? Denkste. Die Moral von Null Null stimmte. Ein Aufbäumen war deutlich zu erkennen und in der 60. Minute kam es noch einmal zu einer Doppelchance, die Dan Tolksdorf jedoch mit zwei Glanzparaden zunichtemachte. Danach war der Drops nun endgültig gelutscht. Kastanie spielte die Uhr in Meistermanier herunter. Dirk Fischer rotierte noch einige Spieler und gab sowohl jungen und wie auch verdienten Null Nullern die Möglichkeit, noch etwas Super Bowl-Luft zu schnuppern. Eine feine Geste, die den Teamspirit für die kommende Saison weiter stärken wird. Unter dem Strich geht die 7. Meisterschaft verdient an Kastanie. Die Mannschaft ist geschlossen aufgetreten, hat toll gespielt, meisterlich gekämpft und ihre Torchancen einfach besser genutzt. Gratulation! Null Null ist in dieser Besetzung ein absolutes Top Team und hätte die 2. Meisterschaft auch verdient. Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Beiden Teams noch einmal Anerkennung für die spielerische Leistung und dem fairen Miteinander. So sollte Lohausenliga immer sein. Man of the Match: John-Pierre Hardy! Er hat gefühlt 99% seiner Zweikämpfe „sehr fair“ gewonnen, mit klugen und präzisen Pässen den Spielaufbau von Kastanie geführt. Zudem hat er stets sein Team angehalten, zusammenzustehen und sich auf keine Diskussionen untereinander, mit dem Gegner oder den Schiedsrichtern einzulassen. Sein Auftreten war vorbildlich, konzentriert und wenn Zeit war, konnte John-Pierre zwischendurch auch noch lächeln. Chapeau!

Ref.: Ma. Beckmann/ Neunzig, Winkels (RWL/Flyers); Bericht: Stefan Neunzig.

Zum Kurzvideo vom Finale 2018/I geht es hier.

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Sportfreunde – Young Boys

Finale um die Lohausenliga-Meisterschaft 2017/II

Sportfreunde: de Bellis, Riemerscheidt, Jeschke, Wauschkuhn, Hyseni, Demir, R. Nedic (eingewechselt: Atiye, D. Nedic).

Young Boys: Noll, Niesen, Friesl, Dauser, Wündrich, Schirmer, Vidovic (eingewechselt: M. Linzenich, Wagner, Meinard).

Tore: 1:0 Demir (5.), 1:1 Dauser (27.), 2:1 Hyseni (32.), 3:1 Demir (34.) / 4:1 Demir (37.), 5:1 Demir (43.), 6:1 Hyseni (49.), 6:2 Friesl (57.), 6:3 Schirmer (66.), 7:3 Hyseni (67.).

Kommentar: Das Finale 2017/II begann mit einiger Verzögerung, da die Teams zunächst damit beschäftigt waren, die dicke Schneedecke freizuräumen und den Platz halbwegs bespielbar zu machen. Dies gelang eher schlecht als recht, so dass die Partie zwischen dem Zweiten und dem Dritten der Vorrundengruppe B auf extrem rutschigem Untergrund angepfiffen wurde. Der eigentlich unbespielbare Boden im Nordpark störte die beiden Mannschaften aber in keinster Weise. Insbesondere die Young Boys legten los wie die Feuerwehr. In den ersten vier Minuten erspielten sie sich Torchance um Torchance. Die Sportfreunde begannen dagegen sehr abwartend und verhinderten mit viel Glück den frühen Rückstand. In der 5. Spielminute dann allerdings der Schock für die YB: Demir erzielte bei einem klassischen Konter das 1:0. Das Team um Keeper Andy Noll schüttelte sich allerdings nur kurz und es entwickelte sich eine komplett offene Begegnung mit Torchancen auf beiden Seiten, bei denen die beiden Torhüter oder das Unvermögen der Stürmer zunächst keine weiteren Treffer zuließen. In der 27. Minute war es dann aber soweit: Ex-Fortune Kevin Dauser zimmerte einen Freistoß aus gut 15 Metern ins obere Toreck: 1:1. Wer nun gedacht hatte, die beiden Finalisten würden sich bis zur Pause auf das Unentschieden einigen, sah sich getäuscht. Die Sportfreunde gaben in den letzen Minuten vor dem Wechsel nochmal richtig Gas und erzielten durch Hyseni und erneut Demir, die doch ein wenig überraschende 3:1-Führung. Nach dem verdienten Pausentee legten diesmal die Sportfreunde los, als ginge es darum, das Spiel sofort zu entscheiden. Und es dauerte auch nur zwei Minuten bis der überragende Demir zum vorentscheidenden 4:1 traf (37.). Bei den Young Boys merkte man dann doch zum einen die kräftezehrende erste Halbzeit sowie zum anderen die langsam schwindende Hoffnung, nochmal heranzukommen. Dies nutzte der Finalgegner eiskalt aus: Demir mit seinem vierten und Hyseni mit seinem zweiten Treffer machten recht schnell alles klar (43./49.). Was dann folgte, war eine Mischung aus Frust (YB) und Überheblichkeit (SF): das bis dahin überaus faire Spiel wurde ruppig und insbesondere von Seiten der Sportfreunde verbal aufgeheizt. Naben einigen Verwarnungen und Fünf-Minuten-Strafen gingen in dieser Phase Sportfreunde-Torwart de Bellis und Vidovic (YB) frühzeitig mit Rot (zur eigentlich wegen der eisigen Temperaturen nicht notwendigen Abkühlung) vom Platz. Nachdem sich die Gemüter wieder ein wenig beruhigt hatten und es mit Sechs gegen Sechs weiter ging, keimte bei den Young Boys kurzzeitig ein wenig Hoffnung auf. Friesl (49.) und Schirmer (57.) konnten auf 3:6 verkürzen. Doch zu mehr reichte es nicht. Im Gegenteil: kurz vor Schluss machte Hyseni mit Treffer Nummer drei den Sack endgültig zu und sicherte den Mannen um die Brüder Nedic sowie Ex-Meister-Sohn Sven Wauschkuhn die erste Meisterschaft. Alles in allem ein absolut verdienter Sieg. Gratulation! Allerdings wäre es zu wünschen, dass die oftmals sehr hitzköpfige und schnell aufbrausende Truppe ein wenig mehr Gelassenheit an den Tag legt. Sportlich sind sie derzeit aber wohl das Maß aller Dinge in der Lohausenliga. Man of the Match: Demir. Besondere Vorkommnisse: Rote Karten für de Bellis (Sportfreunde) und Vidovic (Young Boys).

Schiedsrichter: C. Andrees / Puschi (Abwärts´85).

 

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